Spendenaufruf
für kritische Gutachten zu Gorleben
Trotz einer angeblich geplanten
alternativen Endlagersuche hält die schwarzgelbe Bundesregierung unbeirrt
an Gorleben fest. Praktisch unbemerkt von der Öffentlichkeit werden zurzeit
mit einer großen Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU)
Fakten geschaffen: Es geht um die Vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben (VSG).
Die VSG hat für die endgültige Durchsetzung von Gorleben eine
Schlüsselfunktion. Hier werden mit einem gewaltigen finanziellen und
personellen Aufwand die entscheidenden Schritte vor der endgültigen
Standortbenennung und dem Genehmigungsverfahren vorangetrieben.
Die VSG soll nach Angaben des
BMU eine Prognose darüber geben, ob ein sicheres Endlager am Standort
Gorleben möglich ist. Doch nach allem, was bereits jetzt über die
Grundannahmen der Studie und das methodische Vorgehen der
VSG-Wissenschaftler bekannt ist, gibt es keinen Zweifel: Das eigentliche
Ziel der VSG ist es, ein für Gorleben maßgeschneidertes Endlagerkonzept zu
entwickeln. Für das gewünschte Ergebnis garantiert allein schon die
Auswahl der mit der VSG beauftragen Forschungsorganisationen - allesamt
Institutionen, die die Bundesregierung seit Jahrzehnten mit
Gorleben-freundlichen Gutachten versorgen. Sogar ein ausgewiesener
Atomlobbyist wie der ehemalige Vattenfall-Manager Bruno Thomauske ist
beteiligt.
Nach Einschätzung der kritischen
Wissenschaftler und Juristen ist es unbedingt notwendig, sich bereits jetzt
mit dem Vorgehen bei der VSG seriös auseinanderzusetzen.
Nur dann können wir die für 2012 erwarteten Ergebnisse
öffentlichkeitswirksam und mit Aussicht auf Erfolg angreifen. Denn bei
der ‚modernen‘ Nachweisführung geht es den Befürwortern darum, sich von den
realen, geologisch ungünstigen Befunden möglichst zu befreien und diese
durch Modelle bzw. modellgestützte Nachweise zu ersetzen.
Die Mitglieder der Gartower
Runde bzw. Vertreter der wendländischen Widerstandsgruppen haben deshalb
beschlossen, zwei Studien in Auftrag zu geben, die sich inhaltlich und
methodisch mit der VSG kritisch auseinandersetzen. Autoren sind Detlef
Appel, Jürgen Kreusch, Wolfgang Neumann und Ulrich Kleemann. Die Kosten
betragen insgesamt rund 26.000 bis 30.000 Euro. Diverse Organisationen,
Stiftungen und Einzelpersonen haben ihre finanzielle Beteiligung bereits
zugesichert (u.a. Rebecca Harms, Bäuerliche Notgemeinschaft, Rechtshilfe
Gorleben, Altner-Stiftung, Hatzfeldt-Stiftung, Graf Bernstorff etc.).
Dennoch fehlen uns noch über 10.000 Euro.
Wir bitten
deshalb um weitere Spenden!
Rechtshilfe
Gorleben Konto-Nr.: 45001609 BLZ: 258 50 110 Stichwort: VSG
Gorleben
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